Eingewachsenes Haar

Hautzustände

Eingewachsenes Haar? – Unsere SOS-Tipps und dauerhafte Lösungen

FACES OF FEY | Zuletzt aktualisiert: 05.04.2026 | Lesezeit ca. 7 min

Ein eingewachsenes Haar ist sehr nervig, denn es stört nicht nur, sondern kann auch ganz schön wehtun. Menschen mit dickerem und/oder lockigem Haar haben öfter damit zu kämpfen als andere. In diesem Artikel erfährst Du, wie und warum eingewachsene Haare entstehen, wie Du sie gekonnt entfernst und – was fast noch wichtiger ist – richtig vorbeugst.

Ein eingewachsenes Haar ist sehr nervig — es stört nicht nur, sondern kann auch ganz schön wehtun. Menschen mit dickerem und/oder lockigem Haar haben öfter damit zu kämpfen als andere. In diesem Artikel erfährst Du, wie und warum eingewachsene Haare entstehen, wie Du sie gekonnt entfernst und — was fast noch wichtiger ist — richtig vorbeugst.

Wie und warum entsteht ein eingewachsenes Haar?

Ist ein Haar erst eingewachsen, muss man manchmal etwas Geduld beweisen, bevor es wieder verschwindet. Eingewachsene Haare können auch schmerzen, weil rund um das Haar eine Entzündung entstehen kann. Gelangt das Haar nicht an die Oberfläche, reagiert die Haut oft gereizt.

Die häufigsten Ursachen für eingewachsene Haare:

  • Die Haarentfernung: Rasiert oder epiliert man sich regelmäßig, kann das zu mehr eingewachsenen Haaren führen. Diese Haare wachsen meistens nicht mehr gerade nach oben, sondern leicht schräg — und können dadurch leichter einwachsen.
  • Abgestorbene Hautschüppchen und verstopfte Poren: Sind die Poren verstopft, ist es für die Haare schwieriger hindurch zu wachsen. Das kann passieren, wenn sich zu viel Sebum (Talg) oder abgestorbene Hautschüppchen in ihnen ansammeln.
Wusstest Du?

Eine Haarbalgentzündung betrifft den Teil des Haares, der die Haarwurzel umgibt. Der Follikel ist entzündet und es entstehen rötliche Papeln, Pusteln und Knötchen rund um die betroffene Stelle.

Wo entstehen eingewachsene Haare oft?

Diese können prinzipiell überall am Körper entstehen, wo Behaarung auftritt. Trotzdem sind einige Stellen viel öfter betroffen als andere.

Eingewachsenes Haar im Intimbereich und der Bikinizone

Eingewachsene Haare kommen im Intimbereich leider sehr oft vor. Das liegt einerseits daran, dass sich viele dort besonders häufig enthaaren und andererseits an der Haut- und Haarbeschaffenheit. Die Haut dort ist besonders empfindlich und weich, das Haar ist fester und kräuselt sich leichter. Wachsen diese Haare dann ein, verletzen sie die empfindliche Hautpartie und es kommt zu den berühmt-berüchtigten Rasierpickelchen.

Achtung

Rasierpickel sollte man auf keinen Fall ausdrücken. Anders als normale Pickel haben sie keinen Inhalt, der ausgedrückt werden kann. Im schlimmsten Fall können weitere Bakterien in die Haut gelangen und sie entzündet sich noch mehr.

Eingewachsenes Haar Intimbereich

Eingewachsene Haare an den Beinen

An den Beinen treten auch oft eingewachsene Härchen auf. Vor allem im Frühling und Sommer werden diese vermehrt rasiert oder epiliert, wodurch die Haut stark beansprucht wird. Generell sind die Haare dort aber leichter zu entfernen, da die Haut fester und nicht so empfindlich ist.

Achtung

Eine enge Hose ist nach der Haarentfernung keine gute Idee. Besonders bei frisch rasierter, gereizter Haut wird ein eingewachsenes Haar dadurch begünstigt. Harter Jeansstoff scheuert über die Haut und kann sie zusätzlich reizen. Auch enge Unterwäsche kann zu viel Reibung im Intimbereich verursachen.

Eingewachsenes Haar Beine

In den Achseln und im Bart

Unter den Achseln ist die Haut sehr empfindlich und weich. Durch das häufige Rasieren kann auch hier ein Haar einwachsen. Außerdem kommt es schneller zu Reizungen und Entzündungen, da wir unter den Achseln schwitzen und sich Bakterien dadurch leicht vermehren können.

Eingewachsene Haare beim Bart kommen seltener vor. Hier ist die richtige Rasurtechnik und die Bartpflege entscheidend. Außerdem sollte man die Haut danach mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Unser Deep Hydrating Serum ist für nach der Rasur perfekt geeignet, weil es keine reizenden Stoffe enthält.

Eingewachsenes Haar Achsel

So erkennst Du ein eingewachsenes Haar – verkapselt oder nicht?

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von eingewachsenen Haaren. Entweder sie sind verkapselt — d.h. das Haar befindet sich unter der Haut — oder nicht. Ein eingewachsenes Haar wird entweder vom Körper eingekapselt und abgestoßen, oder man entfernt es vorsichtig. Ist das Haar schon an die Oberfläche gelangt, ist es nicht verkapselt und kann leichter entfernt werden.

Normales vs. Eingewachsenes Haar

Eingewachsenes Haar entfernen – 3 einfache Schritte

Schritt 1: Die Haut aufweichen

In der warmen Dusche oder Badewanne sollte man zunächst die Haut gut aufweichen. Auch ein warmer Waschlappen, den man ein paar Minuten auf die betroffene Stelle legt, eignet sich dafür sehr gut. Dadurch kann ein eingewachsenes Haar viel leichter entfernt werden.

Schritt 2: Ein chemisches Peeling benutzen

Dein eingewachsenes Haar ist noch nicht sichtbar? Kein Problem! Um Hautschüppchen zu entfernen und die Poren von überschüssigem Talg zu befreien, empfiehlt es sich ein chemisches Peeling zu machen — ein AHA- oder BHA-Peeling. Für eingewachsene Haare hilft besonders AHA sehr gut, weil es perfekt für empfindliche Hautpartien geeignet ist. Ein chemisches Peeling sollte man generell 1 bis 2 Mal wöchentlich machen, um eingewachsenen Haaren langfristig vorzubeugen.

Schritt 3: Mit der Pinzette oder Nadel entfernen

Als Letztes kann man versuchen, das Haar vorsichtig mit einer sterilen Pinzette oder Nadel zu entfernen. Dafür diese zuerst desinfizieren, dann sanft die Hautoberfläche anritzen, das Haar greifen und sanft herausziehen. Bitte darauf achten, dass man es in Wuchsrichtung herauszieht, da es ansonsten in der Haut abbrechen könnte. Nur versuchen es zu entfernen, wenn das Haar sichtbar und lang genug ist.

Was kannst Du noch tun gegen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare vorbeugen mit einem AHA- oder BHA-Peeling

Mit einem chemischen Peeling können abgestorbene Hautschüppchen entfernt und Verhornungen effektiv gelöst werden. Wird ein AHA- oder BHA-Peeling regelmäßig verwendet, können eingewachsene Haare vorgebeugt werden. Aber Vorsicht: Meersalz- und Zuckerpeelings empfehlen wir nicht — diese peelen nicht sehr gut und können die Haut sogar verletzen. Mehr dazu erfährst Du hier.

Nicht trocken, besser nass rasieren!

Wer öfter eingewachsene Haare hat, sollte genauer hinschauen, wie die Haare entfernt werden. Eine trockene Rasur kann dieses Problem begünstigen, denn die Klinge gleitet meist nicht problemlos über die Haut. Bei einer Nassrasur ist die Haarentfernung dagegen viel sanfter und effektiver.

Außerdem sollten die Haare immer in Wuchsrichtung rasiert werden. Eine super Alternative zum herkömmlichen Einwegrasierer ist ein Rasierhobel — nachhaltig und mit sehr scharfen Klingen. Hier kannst Du einen nachhaltigen Rasierhobel kaufen.

Durch Epilieren eingewachsene Haare? – Lieber einen Laser verwenden!

Ein großer Vorteil vom Epilieren ist die längere Wirkung. Ein großer Nachteil ist aber, dass diese Art der Haarentfernung eingewachsene Haare fördert — nämlich dann, wenn beim Epilieren die Haarwurzel beschädigt wird, das Haar schräg nachwächst und einwächst. Wer merkt, dass dies öfter passiert, sollte auf eine andere Methode umsteigen. Für die dauerhafte Haarentfernung eignet sich ein Laser deutlich besser.

Arten der Haarentfernung

Hilft eine Creme gegen eingewachsene Haare wirklich?

Nein — das ist sehr oft reines Marketing. Eine Creme mit BHA (Salicylsäure) kann aber genauso wie ein chemisches Peeling Verhornungen lösen und so sehr gut helfen. Diese sollte man auch ca. 1 bis 2 Mal wöchentlich auftragen.

Bei Entzündungen eine Zugsalbe verwenden

Dieses Problem kann auch schnell zu Entzündungen führen. Ist ein eingewachsenes Haar entzündet, kann eine Zugsalbe sehr gut helfen. Diese sollte aber nur punktuell auf schmerzhafte Entzündungen aufgetragen werden. Zu enge Kleidung dabei bitte vermeiden.

Helfen Hausmittel bei diesem Problem?

Hausmittel helfen nicht bei eingewachsenen Haaren. Diese reizen die Haut oft sehr stark und bringen keinerlei Besserung. Worauf man achten sollte, ist das richtige Waschen und Peelen der Haut. Beim Duschen sollte man sich nicht in Kreisbewegungen waschen, sondern von unten nach oben beziehungsweise in eine Richtung — Kreisbewegungen können eingewachsene Haare fördern, weil sie entgegen der Wuchsrichtung des Haares sind.

Dann solltest Du zum Arzt gehen

Sollte sich durch das eingewachsene Haar ein Knubbel oder Abszess bilden oder ist dieses sehr tief in die Haut gewachsen, sollte man zum Arzt gehen. Auch bei ungewöhnlich starken Schmerzen oder einer Haarbalgentzündung ist das notwendig. Entsteht eine solche Entzündung, sind Bakterien in die Haut eingedrungen, die im schlimmsten Fall auch in die Blutbahn gelangen können.

Eingewachsene Haare vermeiden – Unser Fazit

Ein eingewachsenes Haar ist oft nichts Schlimmes, trotzdem wollen viele das Problem endlich loswerden. Mit chemischen Peelings gelingt das sehr gut. Auch die richtige Technik beim Duschen und Peelen ist wichtig — dann steht glatter Haut nichts mehr im Wege.

Hast Du durch eingewachsene Haare dunkle Flecken oder Narben bekommen? Dann solltest Du auf jeden Fall den Dermaroller ausprobieren. Microneedling hilft der Haut sich zu erneuern und regt die Kollagen- sowie Elastinproduktion an. Dadurch können Hautprobleme deutlich verbessert werden.

Häufige Fragen