Unreine Haut
Unreine Haut entsteht aus überschüssigem Talg und verstopften Poren: Pickel und Mitesser sind die Folge. Ziel ist es, die Haut sanft zu klären, ohne die Barriere zu strapazieren.
- Überschüssige Talgproduktion
- Vermehrt verstopfte Poren
- Neigung zu Akneausbrüchen
- Unebenmäßiger Teint
Definition
Was ist unreine Haut
Unreine Haut ist eigentlich kein eigener Hauttyp, sondern ein häufiger Hautzustand öliger Haut. Ölige oder fettige Haut ist ein Hauttyp, bei dem die Haut mehr Talg als normal produziert. Deshalb neigt ölige Haut häufiger zu Unreinheiten: Durch den überschüssigen Talg verstopfen die Poren leichter.
Unreine Haut tritt in Form von Mitessern, Pickeln, Papeln oder Pusteln auf. Das umliegende Gewebe ist dabei meist gerötet und gereizt. Häufig entstehen nach dem Abheilen von Unreinheiten Aknenarben oder Pickelmale.
So erkennst Du unreine Haut
Beschaffenheit der Haut
Die Beschaffenheit unreiner Haut kann von fettigem Glanz bis hin zu trockenen Stellen variieren, wobei sie oft ölig und uneben ist.
Hautstruktur & Poren
Die Poren sind oft vergrößert und verstopft, was zu Mitessern und Pickeln führt. Die Hautstruktur erscheint dabei häufig unregelmäßig und grob.
Teint
Der Teint wirkt ungleichmäßig, da unreine Haut häufig von Rötungen und Irritationen geplagt wird.
Besonderheiten
Unreine Haut reagiert empfindlich auf Auslöser wie Hormonveränderungen, Stress und Umweltfaktoren — dadurch können sich die Symptome verschlimmern.
Deine Routine für unreine Haut
Clean
Falls Du Unreinheiten mit Make-up abdeckst, entferne es jeden Abend gründlich. Darüber hinaus solltest Du Deine Routine mit einer sanften, aber gründlichen Gesichtsreinigung beginnen. Wir empfehlen eine milde Schaumreinigung, die überschüssiges Öl und Schmutz effektiv entfernt, ohne Deine Haut auszutrocknen.
Exfoliate
Verwende zweimal pro Woche ein sanftes Peeling, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Poren zu klären. Unser Tipp: ein chemisches Peeling mit Salicylsäure, das Unreinheiten gezielt bekämpft. Von mechanischen Peelings mit Schleifpartikeln solltest Du die Finger lassen — sie strapazieren die ohnehin gereizte Haut und verteilen Bakterien.
Boost
Jetzt kommt der Schritt, der bei unreiner Haut wirklich den Unterschied macht. Verwende Produkte mit Wirkstoffen wie Salicylsäure, Niacinamid und Azelainsäure. Sie regulieren die Talgproduktion, bekämpfen Unreinheiten, reduzieren Rötungen und verbessern die Hautstruktur.
Treatment
Nutze regelmäßig tiefenreinigende Tonerdemasken, um überschüssiges Öl zu absorbieren und die Poren zu klären. Gleichzeitig solltest Du Deiner Haut eine Extra-Portion Feuchtigkeit gönnen. Ergänze Deine Routine mit Seren, die Antioxidantien enthalten, um die Haut zu schützen.
Care & Protect
Schließe Deine Routine mit einer leichten, nicht komedogenen Feuchtigkeitscreme ab, um die Haut zu hydratisieren, ohne die Poren zu verstopfen. Und denk immer an einen breitbandigen Sonnenschutz, idealerweise LSF 50, um Deine Haut vor UV-Strahlen zu schützen.
Weitere Empfehlungen
Auch wenn es schwerfällt: Verwende Make-up sparsam. Wechsle Deine Bettwäsche regelmäßig, achte auf eine ausgewogene Ernährung mit möglichst wenigen tierischen Produkten und Industriezucker und reduziere Stress so gut wie möglich.
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WeiterlesenUrsachen für unreine Haut
Damit Hautunreinheiten entstehen, kommen meist mehrere ungünstige Faktoren zusammen. Hier sind die häufigsten Ursachen — und was dabei in der Haut passiert.
Ursachen
Unreine Haut ist oft eng mit hormonellen Veränderungen verknüpft. Diese treten in verschiedenen Lebensabschnitten auf:
Pubertät: Die bekannteste Phase hormoneller Veränderungen. Die Hormonspiegel steigen, insbesondere die Androgene, was zu einer erhöhten Talgproduktion führt. Der überschüssige Talg verstopft die Poren und führt zu Pickeln, Mitessern und Akne.
Schwangerschaft: Frauen erleben erhebliche hormonelle Veränderungen, darunter einen Anstieg von Progesteron. Das kann die Talgproduktion erhöhen und zu Schwangerschaftsakne führen. Nicht alle Frauen sind betroffen, und es kann von Schwangerschaft zu Schwangerschaft variieren.
Wechseljahre: Die Produktion von Östrogen und Progesteron nimmt ab. Das kann zu einem Ungleichgewicht führen, wodurch die Haut empfindlicher und anfälliger für Unreinheiten wird.
Wenn Du in einer dieser Lebensphasen bist, kann eine angepasste Pflegeroutine die Symptome deutlich lindern.
Deine Gene bestimmen maßgeblich Deinen Hauttyp und wie Deine Haut auf äußere Einflüsse reagiert. Es gibt verschiedene Ausprägungen:
Trockene, unreine Haut: Weniger Talg bedeutet weniger natürliche Feuchtigkeit und damit weniger Schutz. Die Haut wird anfälliger für Reizungen und Entzündungen — Mitesser und Pickel treten gemeinsam mit Schuppenbildung und Rötungen auf.
Fettige, unreine Haut: Übermäßiger Talg verstopft die Poren und fördert Pickel und Mitesser, oft begleitet von öligem Glanz in der T-Zone. Diese Kombination braucht Produkte, die die Talgproduktion regulieren und die Haut klären.
Empfindliche, unreine Haut: Eine dünne Hautbarriere macht die Haut anfälliger für Reizstoffe, wodurch Unreinheiten besonders entzündlich verlaufen. Hier sind besonders sanfte Produkte nötig.
Einige Medikamente können Unreinheiten als Nebenwirkung haben, insbesondere hormonelle und immunsuppressive Präparate. Auch Androgene, Steroide, Psychopharmaka oder Neuroleptika können den Hautzustand verschlechtern. Falls Du vermutest, dass Deine Hautprobleme mit der Einnahme von Medikamenten zusammenhängen, besprich das mit Deinem Arzt — er kann alternative Behandlungen empfehlen. Wichtig: Medikamente niemals eigenmächtig absetzen.
Bestimmte Ernährungsgewohnheiten können das Auftreten von Unreinheiten beeinflussen:
Hoher glykämischer Index: Zuckerhaltige, verarbeitete Lebensmittel lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, was die Talgproduktion erhöhen und zu Akne beitragen kann.
Milchprodukte: Einige Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Akne. Milch enthält Hormone und Proteine, die die Talgproduktion erhöhen können.
Nährstoffmangel: Eine Ernährung, die arm an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Zink ist, macht die Haut anfälliger für Unreinheiten.
Dehydration: Zu wenig Flüssigkeit führt zu trockener Haut, was die Talgproduktion zum Ausgleich des Feuchtigkeitsverlusts erhöhen kann.
Ernährung ist nie die einzige Ursache, sondern wirkt im Zusammenspiel mit anderen Faktoren.
Wie Unreinheiten entstehen
Hautunreinheiten können durch entzündliche Prozesse entstehen, die durch persönliche Veranlagung und hormonelle Veränderungen begünstigt werden. Diese Prozesse fördern die Bildung von Mikro-Komedonen, den Vorläufern von Hautunreinheiten.
Ein entscheidender Faktor ist die Seborrhö, also die übermäßige Talgproduktion. Normalerweise produzieren Talgdrüsen ein öliges Sekret, um Haut und Haare geschmeidig zu halten. Bei hormonellen Veränderungen kann die Produktion ansteigen — oft das erste Anzeichen für Unreinheiten.
Verhornungsstörungen, auch Hyperkeratose genannt, sind ein wesentlicher Schritt bei der Entstehung von Unreinheiten. Die Hornschicht verdickt sich durch eine übermäßige Produktion von Hautzellen bei gleichzeitig unzureichender Abschuppung. Das blockiert die Ausführungsgänge der Talgdrüsen und behindert den Talgabfluss.
Normale Hautbakterien wie Propionibacterium acnes leben auf der Hautoberfläche. Durch die übermäßige Talgproduktion finden sie bessere Bedingungen und vermehren sich stärker.
Die Ansammlung von Bakterien und ihren Abbauprodukten führt zu Entzündungsreaktionen. Diese zeigen sich als gerötete Papeln und Pusteln — die sichtbaren Anzeichen von Unreinheiten. In schweren Fällen bricht die Follikelwand auf, wodurch Lipide, Fettsäuren, Hornzellen, Bakterien und Zellfragmente freigesetzt werden und eine tiefe Entzündung im umliegenden Gewebe verursachen.
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Gut zu wissen
Pickel oder Mitesser — was ist der Unterschied?
Ein Mitesser kann die Vorstufe eines Pickels sein. Durch verstärkte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung bildet sich ein Hornpfropf, der die Pore verstopft. Die medizinische Bezeichnung dafür ist Komedo, umgangssprachlich Mitesser.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Mitessern. Offene Mitesser erkennt man an ihrer schwarzen Farbe — etwa die kleinen schwarzen Punkte auf der Nase. Ein offenes Komedo wird selten zu einem Pickel. Ein geschlossenes Komedo kann dagegen zu einem Pickel werden, wenn Bakterien hineingelangen und eine Entzündung auslösen.
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