Trockene Haut
Hautwissen

Trockene Haut

Trockener Haut fehlen Feuchtigkeit und Lipide: Sie spannt, schuppt und fühlt sich rau an. Mit der richtigen Pflege lässt sich die Hautbarriere gezielt wieder aufbauen.

Merkmale
  • Spannungsgefühle nach der Reinigung
  • Schuppenbildung & unregelmäßige Textur
  • Risse und Rauheit
  • Empfindlichkeit

Definition

Was ist trockene Haut

Trockene Haut, dermatologisch auch als Sebostase bezeichnet, ist ein weit verbreiteter Hauttyp, der durch einen Mangel an Feuchtigkeit und Lipiden in der oberen Hautschicht gekennzeichnet ist. Dies führt dazu, dass die Haut in ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, beeinträchtigt ist. Trockene Haut kann sich in unterschiedlicher Intensität manifestieren, von gelegentlicher Trockenheit bis hin zu schwerwiegender Dehydration.

Ziel ist es, die Haut mit ausreichender Feuchtigkeit und Lipiden zu versorgen, um ihre Feuchtigkeitsbarriere zu stärken und sie vor weiterem Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Dadurch soll die Haut wieder geschmeidig, glatt und frei von unangenehmen Symptomen wie Spannungsgefühlen, Schuppenbildung und Rissen sein.

Die Anzeichen

So erkennst Du trockene Haut

1

Beschaffenheit der Haut

Die Beschaffenheit trockener Haut ist gekennzeichnet durch Spannungsgefühle, Rauheit und mögliche Schuppenbildung.

2

Hautstruktur & Poren

Die Hautstruktur kann uneben sein, dafür erscheinen die Poren oft verfeinert, da die Haut weniger Öl produziert.

3

Teint

Ein fahler Teint ist ein häufiges Merkmal trockener Haut, da die Dehydration die natürliche Leuchtkraft der Haut beeinträchtigen kann.

4

Besonderheiten

Trockene Haut neigt dazu, empfindlicher zu sein und kann leicht auf äußere Reize reagieren. Eine effektive Pflege erfordert Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse dieses Hauttyps abgestimmt sind.

Deine Routine

Deine Routine für trockene Haut

1

Clean

Beginne Deine Hautpflege mit einer milden Gesichtsreinigung. Vermeide Produkte, die Alkohol enthalten, da diese Deine Haut weiter austrocknen könnten. Eine sanfte Reinigung hilft, Schmutz und Unreinheiten zu entfernen, ohne die natürlichen Öle der Haut zu entziehen. Achte zudem darauf, dass Deine Reinigung feuchtigkeitsspendende Komponenten wie z.B. Aloe Vera oder Glycerin hat.

2

Exfoliate

Ein Peeling ist 1–2 Mal pro Woche unerlässlich, um die Haut frisch und strahlend zu halten. Bei trockener Haut empfiehlt sich ein Fruchtsäurepeeling. Dieses hilft dabei, abgestorbene Hautschuppen effektiv zu entfernen und trockene, schuppige Stellen zu vermeiden. Durch die regelmäßige Anwendung wird die Hauttextur verfeinert und die Haut fühlt sich geschmeidiger an. Für diejenigen mit empfindlicherer trockener Haut ist ein Enzympeeling eine mildere Alternative.

3

Boost

Trockene und dehydrierte Haut verlangt nach einer gezielten Zufuhr von Feuchtigkeit. Die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Hyaluron, Aloe Vera, Glycerin und Grüntee-Extrakt kann helfen, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wiederherzustellen. Diese Inhaltsstoffe binden und speichern Wasser, revitalisieren die Haut und sorgen für ein frisches und hydratisiertes Hautgefühl.

4

Treatment

Setze auf feuchtigkeitsspendende Seren und Masken, um Deiner Haut die notwendige Feuchtigkeit zuzuführen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, gelegentlich Gesichtsmasken anzuwenden, die zusätzliche Nährstoffe bieten und die Hautbarriere stärken. Antioxidantien schützen zudem vor Umweltbelastungen und bewahren den natürlichen Glanz der Haut.

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Care & Protect

Für den Abschluss Deiner Hautpflege ist es wichtig, eine reichhaltige, hautidentische Creme zu verwenden, die Ceramide und möglichst viele natürliche Öle enthält. Diese stärkt die Hautbarriere und hilft, die Feuchtigkeit zu halten. Vergiss außerdem nicht, auch einen Sonnenschutz zu verwenden, da die Sonne die Haut weiter austrocknen kann.

Weitere Empfehlungen

Trockene Luft, sei es durch Heizung oder Klimaanlagen, kann Deine Haut zusätzlich beanspruchen. Ein Luftbefeuchter kann hier Abhilfe schaffen. Trinke zudem ausreichend Wasser und achte auf eine ausgewogene Ernährung, um Deine Haut von innen heraus zu unterstützen.

Fruchtsäurepeelings gegen trockene Haut

Fruchtsäurepeelings sind ein effektives Mittel gegen trockene Haut. Oftmals resultiert trockene Haut aus einer Ansammlung von abgestorbenen Hautzellen an der Oberfläche. Mit Hilfe von Fruchtsäuren, die aus natürlichen Quellen wie Äpfeln oder Zitrusfrüchten gewonnen werden, lassen sich diese Zellen sanft entfernen. Dies fördert nicht nur eine glatte Hauttextur, sondern auch eine bessere Feuchtigkeitsaufnahme.

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Austrocknende Alkohole vermeiden

Die Verwendung von austrocknenden Alkoholen in Hautpflegeprodukten ist ein weit verbreitetes Problem. Diese Art von Alkohol kann zwar ein frisches Gefühl auf der Haut hinterlassen, langfristig jedoch dazu beitragen, dass die Haut ihrer natürlichen Feuchtigkeit beraubt wird. Besonders für Menschen mit empfindlicher oder bereits trockener Haut können solche Inhaltsstoffe problematisch sein. Es ist daher ratsam, auf Etiketten nach solchen Alkoholen Ausschau zu halten und Produkte, die sie enthalten, zu vermeiden.

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Ursachen für trockene Haut

Trockene Haut ist nicht nur ein genetisch bedingter Hauttyp, sondern als dehydrierte Haut auch ein Hautzustand, der jeden von uns treffen kann — unabhängig von Alter oder Geschlecht. Hier sind die häufigsten Ursachen.

Äußere Ursachen

Während der kälteren Monate sinkt die Luftfeuchtigkeit, was Deine Haut schneller austrocknen kann. Insbesondere die trockene Heizungsluft in Innenräumen und die Temperaturschwankungen, die entstehen, wenn Du von draußen nach drinnen gehst, können Deiner Haut Feuchtigkeit entziehen. Es ist also ratsam, im Winter verstärkt auf Hautpflege zu achten. Ein Luftbefeuchter kann auch helfen, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu erhöhen.

Faktoren wie Klimaanlagen trocknen die Luft in Räumen aus und können so Deine Haut beeinträchtigen. Starke Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz kann Deine Haut austrocknen und schädigen. Außerdem kann häufiger Kontakt mit Wasser, besonders heißem Wasser, die natürlichen Öle der Haut entfernen und sie trocken hinterlassen.

Nicht alle Hautpflegeprodukte sind gleich geschaffen. Viele enthalten Inhaltsstoffe, die zwar kurzfristig ein angenehmes Hautgefühl vermitteln können, jedoch langfristig die Haut schädigen oder austrocknen:

Austrocknende Alkohole: Einige Alkohole, oft als „schlechte“ oder „austrocknende“ Alkohole bezeichnet, können die Hautbarriere schädigen und die Haut austrocknen. Beispiele hierfür sind Ethanol, denaturierter Alkohol und Isopropylalkohol. Diese Alkohole entziehen der Haut ihre natürliche Feuchtigkeit und können sie empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen machen.

Harsche Tenside: Einige Tenside, die in Reinigungsprodukten verwendet werden, können zu aggressiv für die Haut sein, insbesondere wenn Du bereits eine empfindliche Haut hast. Sie können das natürliche Öl der Haut entfernen, was zu Trockenheit und Reizungen führt. Beispiele sind Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES).

Mineralöle ohne Pflegewirkung: Obwohl Mineralöle oft in Hautpflegeprodukten enthalten sind, haben sie keine echte pflegende Wirkung. Sie können eine Barriere auf der Haut bilden, die Feuchtigkeit einschließt, bieten jedoch keine zusätzlichen Nährstoffe. Außerdem können sie Poren verstopfen, was bei einigen Menschen zu Hautunreinheiten führen kann.

UV-Strahlen, die von der Sonne kommen, können trockene Haut erheblich beeinträchtigen. Während UVB-Strahlen die oberste Hautschicht angreifen und Sonnenbrände verursachen, führt ihre Exposition bei trockener Haut zu einer weiteren Austrocknung und Schwächung der Hautbarriere. Dies kann zu anhaltender Trockenheit und Rissen führen. UVA-Strahlen dringen tiefer ein, beschleunigen die Hautalterung und beeinflussen die Kollagenstruktur. Das Resultat ist oft ein Verlust an Hautelastizität und eine Verstärkung bereits bestehender Alterungszeichen. Der tägliche Schutz mit einem Sonnenschutzmittel, das gegen beide Strahlenarten schützt, ist deshalb unerlässlich. Bei längeren Aufenthalten im Freien ist regelmäßiges Nachcremen und zusätzlicher Schutz durch Kleidung ratsam.

Innere Ursachen

Die Genetik spielt eine große Rolle bei der Art Deiner Haut. Wenn viele Mitglieder Deiner Familie trockene Haut haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch Du damit zu kämpfen hast. Es kann hilfreich sein, die Hautpflegeroutinen Deiner Familie zu kennen, um ähnliche Probleme zu vermeiden.

Hormonelle Veränderungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Beschaffenheit unserer Haut. Verschiedene Phasen im Leben können zu Schwankungen im Hormonspiegel führen, die wiederum trockene Haut begünstigen:

Menstruationszyklus: Während des Zyklus, insbesondere in der Woche vor der Menstruation, erleben viele Frauen einen Abfall des Östrogenspiegels. Dieses Hormon hilft dabei, die Haut feucht und geschmeidig zu halten. Ein niedriger Östrogenspiegel kann daher zur Austrocknung der Haut beitragen.

Schwangerschaft: Die Schwangerschaft ist eine Zeit intensiver hormoneller Veränderungen. Einige Frauen bemerken, dass ihre Haut während dieser Phase besonders trocken wird, was zum Teil auf Schwankungen im Östrogen- und Progesteronspiegel zurückzuführen ist.

Menopause: Während der Menopause sinkt der Östrogenspiegel deutlich. Dieser Rückgang beeinflusst nicht nur die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, sondern auch die Produktion von Hautölen.

Schilddrüsenprobleme: Die Schilddrüse produziert Hormone, die den Stoffwechsel regulieren. Ein Ungleichgewicht dieser Hormone, sei es durch eine Unter- oder Überfunktion, kann zu trockener Haut führen.

Deine Ernährung spiegelt sich oft in Deinem Hautbild wider. Ein Mangel an Flüssigkeitszufuhr, der Konsum von Nikotin oder eine unausgewogene Ernährung können Deine Haut austrocknen. Es ist wichtig, ausreichend Wasser zu trinken und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Trockene Haut kann nicht nur durch äußere Einflüsse, sondern auch durch den Gesundheitszustand beeinflusst werden. Beispielsweise können Schilddrüsenprobleme die Fähigkeit der Haut beeinflussen, Feuchtigkeit zu speichern. Diabetes kann zu Durchblutungsstörungen führen, die sich negativ auf die Haut auswirken. Hauterkrankungen wie Psoriasis und Neurodermitis sind ebenfalls für trockene Hautzustände bekannt.

Auch Medikamente können Nebenwirkungen haben, die die Haut austrocknen. Es ist daher wichtig, bei bestehenden gesundheitlichen Beschwerden mit einem Arzt oder Dermatologen zu sprechen und mögliche Nebenwirkungen in Bezug auf die Haut zu berücksichtigen.

Hyaluron gegen trockene Haut

Hyaluronsäure, oft einfach als Hyaluron bezeichnet, ist eine körpereigene Substanz, die große Mengen an Wasser binden kann. In Hautpflegeprodukten angewendet, hilft Hyaluron, die Haut intensiv mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es zieht Wasser aus der Umgebung an und speichert es in der Haut, was zu einer aufgepolsterten und hydratisierten Haut führt. Besonders bei trockener Haut kann das Feuchtigkeitsniveau erhöht und Trockenheitsfältchen reduziert werden.

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Urea gegen trockene Haut

Urea, auch Harnstoff genannt, ist ein weiterer natürlicher Bestandteil unserer Haut. In der Hautpflege wird es häufig als feuchtigkeitsspendender und keratolytischer Inhaltsstoff verwendet, das heißt, es hilft bei der Ablösung abgestorbener Hautzellen. Bei trockener und rauer Haut kann Urea dazu beitragen, die Hautbarriere zu stärken und Feuchtigkeit zu speichern. Darüber hinaus reduziert Urea Juckreiz und Schuppung — ideal für sehr trockene Haut.

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Gut zu wissen

Das solltest Du bei trockener Haut noch beachten

Bei trockener Haut gibt es einige Überlegungen, die Du bei der Auswahl von Produkten beachten solltest.

1

Welches Make-up für trockene Haut?

Trockene Haut reagiert besser auf flüssige Foundations mit Ölbestandteilen, weil sie mehr Pflegebestandteile benötigt. Puder und mattierende Produkte lassen die Haut oft noch trockener erscheinen, da sie sich in feinen Linien absetzen. Ein Highlighter sorgt für einen gesunden Glow.

2

Welches Duschgel für trockene Haut?

Wenn Deine Haut nach dem Duschen spannt oder ein „Quietschsauber-Gefühl“ zurückbleibt, ist Dein Reinigungsprodukt zu aggressiv — meist wegen harscher Tenside oder eines zu hohen pH-Werts. Empfehlenswert ist ein mildes, seifenfreies Duschgel mit neutralem pH-Wert.

3

Die richtige Bodylotion für trockene Haut

Die Körperpflege sollte Feuchtigkeit spenden und rückfettend wirken. Verzichte möglichst auf Produkte mit Duftstoffen und ätherischen Ölen, da diese irritierend wirken können.

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