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Konservierungsstoffe – Welche Konservierungsmittel sind in Kosmetik?

FACES OF FEY | Zuletzt aktualisiert: 04.04.2026 | Lesezeit ca. 4 min

Das Wichtigste in Kürze:

Konservierungsstoffe – auch Konservierungsmittel genannt – haben einen sehr schlechten Ruf. Deshalb setzen viele Hersteller vermehrt darauf ihre Produkte als „ohne Konservierungsstoffe“ zu bezeichnen. Doch welche Konservierungsmittel sind eigentlich in Kosmetika enthalten und sind wirklich alle so schlecht? Das erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

Konservierungsstoffe – Welche Konservierungsmittel sind in Kosmetik?

Konservierungsstoffe – auch Konservierungsmittel genannt – haben einen sehr schlechten Ruf. Deshalb setzen viele Hersteller vermehrt darauf, ihre Produkte als „ohne Konservierungsstoffe" zu bezeichnen. Doch welche Konservierungsmittel sind eigentlich in Kosmetika enthalten und sind wirklich alle so schlecht? Das erfährst Du hier.

Was sind Konservierungsstoffe und warum sind sie wichtig?

Grundsätzlich gibt es synthetische und natürliche Konservierungsmittel. Synthetische Mittel sind einerseits sehr günstig, andererseits auch sehr wirksam — der Hersteller muss nur sehr wenig von einem günstigen Stoff verwenden. Dadurch sind Produkte mit synthetischen Konservierungsmitteln oft viel günstiger als solche mit natürlichen Konservierungsstoffen.

In wasserhaltigen Kosmetikprodukten sind immer Konservierungsstoffe enthalten, weil sich im Wasser Mikroorganismen bilden können, die schädlich für unsere Haut werden. Ohne Konservierung würde wasserhaltige Kosmetik nach ca. 5 Tagen verderben — sie würde ranzig werden oder im schlimmsten Fall Irritationen, Reizungen und allergische Reaktionen auslösen.

Tipp: Die Haltbarkeit von wasserhaltiger Kosmetik lässt sich verlängern, indem man sie im Sommer im Kühlschrank aufbewahrt.

Symbole Haltbarkeit von Kosmetik
Wusstest Du, dass…?

„Ohne Konservierungsstoffe" bedeutet, dass keine klassischen Konservierungsmittel enthalten sind — wohl aber andere Stoffe zur Konservierung enthalten sein können.

Die wichtigsten Konservierungsmittel in Kosmetik

Es gibt zahlreiche Konservierungsstoffe in Kosmetik. Damit Du weißt, welche Mittel in Deinen Produkten enthalten sind, haben wir die häufigsten hier zusammengefasst.

Klassische Konservierungsmittel

  • Parabene: Diese sind nicht so schlecht wie ihr Ruf — sie haben ein geringes Allergiepotenzial und eine krebserregende Wirkung konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Trotzdem stehen sie im Verdacht, hormonell wirksam zu sein, und einige Parabene sind noch wenig erforscht. Wir raten daher von deren Verwendung in Kosmetika ab. Hier erfährst Du mehr über Parabene.
  • Formaldehyd: Ist ein synthetisches Mittel und nachweislich toxisch, allergieauslösend, krebserregend, reizend und fördert die Hautalterung. Seit 2019 ist es in der EU in Kosmetika verboten. Formaldehydabspalter sind jedoch nicht verboten — wir raten auch von deren Verwendung ab (siehe Bild).
INCI-Liste Formaldehydabspalter
  • Alkohole: Alkohole sind nicht per se gut oder schlecht — es gibt gute und schlechte Alkohole. Vor allem in der Naturkosmetik wird denaturierter Alkohol eingesetzt, der sehr austrocknend auf die Haut wirkt. Hier erfährst Du, welche Alkohole gut und welche schlecht sind.
  • Halogenorganische Verbindungen: Chemische Verbindungen aus Brom, Jod, Fluor und Chlor — diese gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Sie können teilweise krebserregend sein und sind stark allergieauslösend. Auf der INCI-Liste erkennst Du sie an den Begriffen im Bild rechts.
INCI-Liste Halogenorganische Verbindungen

Weitere Konservierungsmittel

  • Ätherische Öle: Einige Öle haben eine antibakterielle Wirkung und werden deshalb zur Konservierung eingesetzt. Sie sind jedoch stark reizend, allergieauslösend und können echten Schaden auf der Haut anrichten. Typische Beispiele sind Lavendelöl, Rosmarinöl, Zitrusöl, Pfefferminzöl oder Thymianöl. Warum wir von Duftstoffen und ätherischen Ölen generell abraten, erklären wir in diesem Blogbeitrag.
  • Vitamin E (Tocopherol): Für nicht wasserhaltige Kosmetik wie Gesichtsöle sind Antioxidantien eine sehr gute Möglichkeit der Konservierung. Öle werden meistens mittels Vitamin E haltbar gemacht — so werden sie davor geschützt, ranzig zu werden.
  • Pentylene Glycol: Unser Liebling — und deshalb verwenden wir ihn selbst in allen FACES OF FEY Produkten. Er ist in unserem Feuchtigkeitsserum sowie in unseren Boostern enthalten. Pentylene Glycol macht Produkte nicht nur haltbarer, sondern versorgt die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

Wie wirken Konservierungsstoffe auf den Körper?

Allergie auf Konservierungsstoffe

Zahlreiche Konservierungsstoffe können Allergien auf der Haut auslösen. Verschiedene klassische Konservierungsmittel haben Wirkungen auf den Körper, welche schädlich sind. Die häufigsten Nebenwirkungen sind: allergieauslösend und reizend. Zum Teil sind sie sogar krebserregend oder hormonell wirksam. Zahlreiche Konservierungsstoffe sind ungesund und sollten sowohl in Kosmetika als auch in Lebensmitteln vermieden werden.

Die bessere Wahl – Pentylene Glycol und Antioxidantien

Konservierungsstoffe haben einen schlechten Ruf — zum einen ist dieser gerechtfertigt, zum anderen übertrieben. Wir raten grundsätzlich davon ab, Formaldehydabspalter, Parabene sowie halogenorganische Verbindungen zu verwenden. Aber auch ätherische Öle sind keine gute Lösung zur Konservierung von Kosmetik.

Bei Alkoholen lohnt es sich genauer hinzusehen. Pentylene Glycol und Vitamin E hingegen sind absolut empfehlenswerte Konservierungsmittel — wirksam, hautverträglich und ohne bedenkliche Nebenwirkungen.

Häufige Fragen