Pickel am Rücken können verschiedene Ursachen haben. Die falsche Kleidung und Hautpflege spielen dabei eine große Rolle — aber auch die richtige Verwendung von Haarpflegeprodukten und die Hygiene beim Sport sind sehr wichtig. In diesem Artikel erklären wir alle Ursachen inklusive Lösungen und zeigen Dir unsere 5 Hautpflege-Tipps für reine Haut am Rücken.
Pickel am Rücken vs. Akne am Rücken
Einzelne Pickel sind nicht gleich Akne — egal, ob sie am Rücken oder woanders auftreten. Akne ist eine Hautkrankheit, welche ausschließlich von einem Dermatologen oder einer Dermatologin diagnostiziert werden kann. Ob Du eventuell Fungale Akne am Rücken hast, kannst Du in unserem Artikel nachlesen.
Bei Akne am Rücken handelt es sich oft um bestimmte Bakterien, die schwere Entzündungen in der Haut verursachen. Am Schweregrad des Hautproblems lässt sich meistens erkennen, ob es sich lediglich um Pickel oder bereits um eine Hautkrankheit handelt. In Folge einer Akne entstehen oft auch sogenannte Aknenarben, die sich aber auch am Rücken mit dem Dermaroller sehr gut behandeln lassen.
So entstehen Pickel am Rücken und auf den Schultern
Es gibt 3 wichtige Faktoren, warum Pickel entstehen: eine Verhornungsstörung, eine vermehrte Bakterienbildung und eine erhöhte Talgproduktion. Das gilt sowohl für Pickel im Gesicht als auch am Körper. Pickel am Rücken entstehen demnach, wenn eine Pore mit Talg verstopft ist und sich aufgrund von eingedrungenen Bakterien entzündet.
Pickel am Rücken? – Ursachen, wieso Du sie einfach nicht loswirst
Die falsche Hautpflege
Manche verwenden viel zu aggressive Reinigungsprodukte, was dazu führt, dass die Haut noch mehr austrocknet und gereizt ist. Sogenannte Anti-Pickel-Produkte sind oft keine gute Wahl — lieber setzt man auf Wirkstoffe, die das jeweilige Hautproblem direkt angehen (Verhornungsstörung, Bakterien usw.).
Ein super Tipp ist außerdem, regelmäßig eine Rückenbürste zu benutzen. Diese kann Verhornungen der Haut sanft lösen und abgestorbene Hautschuppen entfernen. Aber Vorsicht: Bei stark entzündeten Pickeln droht die Gefahr einer Schmierinfektion — Bakterien könnten sich großflächig auf der Haut verteilen.
Haarpflegeprodukte sorgen für Pickel am Rücken
Ein großes, oft übersehenes Problem ist die Anwendung von Haarpflegeprodukten. Bei Unreinheiten am Rücken sollte man darauf achten, dass Shampoo und Conditioner nicht auf die Haut gelangen. Anstatt sich die Haare im Stehen auszuspülen, empfiehlt sich das Ausspülen kopfüber.
Die falsche Kleidung verursacht Pickel auf dem Rücken
Synthetische Kleidung sollte man eher vermeiden, denn darunter stauen sich leicht Hitze und Feuchtigkeit. Zu enge Kleidung reibt ständig auf der Haut und kann Druckstellen verursachen. Locker sitzende Kleidung aus Baumwolle ist die bessere Wahl. Beim Sport eignet sich dagegen Funktionskleidung mit schnelltrocknenden Eigenschaften sehr gut.
Stress als Auslöser
Stresshormone begünstigen Pickel und Akne. Das dabei ausgeschüttete Hormon Cortisol kann den Hormonhaushalt durcheinanderbringen — dauerhafter Stress fördert außerdem Entzündungsprozesse in Körper und Haut. Die Lösung heißt Self-Care: Ruhephasen im Alltag einplanen und Dinge tun, die einem guttun. Auch eine entspannende Gesichtsmassage mit einem Beauty-Roller kann sehr gut Verspannungen lösen.
Sport und Schwitzen kann zu Unreinheiten auf dem Rücken führen
Angetrockneter Schweiß kann zu mehr Unreinheiten am Rücken führen. Wenn Schweiß trocknet und nicht zeitnah abgewaschen wird, können sich Bakterien auf der Haut leicht vermehren. Besser ist es, den Schweiß direkt nach dem Training abzuwaschen. Funktionskleidung mit schnelltrocknenden Eigenschaften ist auch hier von Vorteil.
Entzündliche Ernährung und ungesunder Lebensstil
Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wirken entzündlich auf die Haut. Dazu zählen einfache Kohlenhydrate wie Nudeln oder Weißbrot, tierische Produkte insbesondere Kuhmilch, Zucker und zuckerhaltige Getränke sowie Alkohol und Nikotin.
Sehr wahrscheinlich ist, dass der vermehrte Konsum von tierischen Produkten nicht nur schlecht für die Haut, sondern auch für die allgemeine Gesundheit ist. Die Lösung: mehr Obst und Gemüse, frisch kochen und sich möglichst ausgewogen ernähren.
Unsere 5 Hautpflege-Tipps gegen Pickel auf dem Rücken
1. Tipp: Pickel am Rücken nicht selber ausdrücken
Das sollte man auf jeden Fall vermeiden. Kratzt und drückt man selbst am Rücken herum, kann das zu einer Schmierinfektion führen — man sieht ja oft gar nicht, was man macht, und verteilt dabei die Bakterien auf dem gesamten Rücken. Das verschlimmert den Hautzustand oft noch zusätzlich. Daher Finger weg und regelmäßig ausreinigen lassen.
2. Tipp: Verwende keine zu harschen Produkte
Zu aggressive Anti-Pickel-Produkte trocknen die Haut viel zu stark aus und lösen das Problem nicht. Besser ist eine milde Reinigung — etwa ein Reinigungsschaum oder -gel. Auch Konjac-Schwämme sind eine super Alternative: Sie reinigen sanft, sind dabei aber sehr effektiv.
3. Tipp: Pickel am Rücken und Hausmittel? – Finger weg!
Immer wieder hört man, dass Hausmittel Pickel wegbringen sollen. Das stimmt so nicht. Die gängigsten Mythen kurz zusammengefasst:
- Apfelessig: Stimmt nicht mit dem pH-Wert der Haut überein und kann so den natürlichen Säureschutzmantel zerstören. Die Folge: Haut ist gereizt und geschädigt, Bakterien und Keime können leichter eindringen.
- Backpulver: Hat einen alkalischen pH-Wert, der viel höher ist als der der Haut. Zudem ist die aufhellende Wirkung sehr ungleichmäßig und kann Pigmentflecken begünstigen.
- Zitrone: Hat nichts mit dem Vitamin C in Kosmetikprodukten zu tun. Mit einem pH-Wert von 2,5 ist Zitronensaft viel zu sauer für die Haut und wirkt reizend.
- Teebaumöl: Wirkt wie ein Duftstoff auf der Haut und macht sie anfälliger für freie Radikale. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gefährlich eingestuft — nicht zu empfehlen.
4. Tipp: Eine Hautpflegeroutine mit Wirkstoffen
Eine konsequente Hautpflegeroutine ist sehr wichtig. Besonders die Wirkstoffe Vitamin C, Retinol oder Bakuchiol sowie Benzoylperoxid sind sehr wirksam gegen unreine Haut am Rücken.
5. Tipp: Regelmäßige Ausreinigung, chemische Peelings und Masken
Es ist ratsam, die Haut regelmäßig ausreinigen zu lassen. Auch Peelings und Masken können sehr gut helfen, Verhornungen zu lösen und Entzündungen zu stoppen.
Mithilfe von BHA (Salicylsäure) können vor allem unterirdische Pickel sehr gut an die Oberfläche gebracht werden und schneller abheilen. Vorsicht: bei chemischen Peelings kann es zum sogenannten Skin Purging kommen.
Ein AHA Peeling dringt nicht so tief in die Haut ein, ist dadurch aber sehr verträglich und für fast alle Hauttypen geeignet. Außerdem helfen auch Clay Masks super — Masken mit Ton- oder Heilerde regulieren die Talgproduktion. Bei stark entzündeten Pickeln beruhigen Inhaltsstoffe wie Hamamelis oder Panthenol die Haut zusätzlich.
Pickel am Rücken beim Mann? – Deshalb spielen die Hormone eine große Rolle
Pickel am Rücken können auch auf die Hormone zurückzuführen sein. Das männliche Hormon Testosteron kann zu vermehrter Talgbildung führen, wodurch die Poren schneller verstopfen und eine Verhornungsstörung entstehen kann. Deshalb treten Pickel am Rücken bei Männern auch häufig in der Pubertät auf. Hier kannst Du mehr über hormonelle Pickel lesen.
Pickel am Rücken loswerden mit unseren Tipps
Pickel oder Akne am Rücken sind sehr lästig — oft schmerzt die Haut und man kommt selbst nicht gut hin. Trotzdem lässt sich dieses Hautproblem gut behandeln, wenn man einige Dinge beachtet. Mit der richtigen Hautpflege, aktiven Wirkstoffen und dem Wissen um die Ursachen bist Du auf dem richtigen Weg zu reiner Haut am Rücken.
