Duftstoffe in der Hautpflege

Inhaltsstoffe

Duftstoffe in der Hautpflege vermeiden

FACES OF FEY | Zuletzt aktualisiert: 04.04.2026 | Lesezeit ca. 7 min

Das Wichtigste in Kürze:

Duftstoffe in der Hautpflege sollte man vermeiden und sie stehen auch immer stärker in der Kritik. Zwar ist ein schöner Duft oft entscheidend für den Kauf von Kosmetik, jedoch wandert nichtsdestotrotz der Trend zu Produkten, die 100 Prozent frei von Duftstoffen sind. Grund dafür: viele der Duftstoffe, die in der Kosmetikbranche verwendet werden, haben ein hohes Allergiepotential. Deswegen werben nun viele Hersteller mit ihren „parfümfreien“ Produkten. Aber was steckt wirklich dahinter und wie erkennt man hautreizende Inhaltsstoffe? Das alles erfährst Du in diesem Artikel.

Duftstoffe in der Hautpflege vermeiden

Duftstoffe in der Hautpflege sollte man vermeiden — sie stehen auch immer stärker in der Kritik. Zwar ist ein schöner Duft oft entscheidend für den Kauf von Kosmetik, jedoch wandert der Trend zu Produkten, die 100 Prozent frei von Duftstoffen sind. Grund dafür: Viele der in der Kosmetikbranche verwendeten Duftstoffe haben ein hohes Allergiepotenzial. Deswegen werben viele Hersteller mit ihren „parfümfreien" Produkten. Aber was steckt wirklich dahinter — und wie erkennt man hautreizende Inhaltsstoffe?

Was muss man bei Duftstoffen in der Kosmetik beachten?

Es gibt in der Kosmetik insgesamt 3000 eingesetzte Duftstoffe. Von diesen 3000 wurden 26 aufgrund ihres hohen Allergiepotenzials gekennzeichnet. Das schließt jedoch nicht automatisch aus, dass die restlichen 2974 Duftstoffe ganz und gar unschädlich sind. Man bewegt sich also beim Thema Duftstoffe in einem noch nicht vollständig erforschten Bereich. Zudem bemerkt man oft die Schäden am Körper erst nach ein paar Jahren des Gebrauchs. Über die Jahre hinweg wird die Haut überempfindlich, da sie sich aufgrund der ständigen Anwendung nicht regenerieren kann.

„Hypoallergene" Kosmetik

Hypoallergen

Eine weitere Marketingfalle ist das Label „hypoallergen". Dieses sagt leider nicht viel aus, da es sich weder um einen gesetzlich geschützten noch um einen wissenschaftlichen Begriff handelt. Es bedeutet einfach nur, dass ein Produkt wenig allergieerzeugend sein soll — jedoch gibt es keine Aussage darüber, ob tatsächlich allergieauslösende Inhaltsstoffe verwendet werden. Das Siegel ist leider oftmals nur eine reine Marketingstrategie.

„Parfümfrei"

Parfümfrei

Ebenso muss man beim Kauf darauf achten, dass Duftstoffe nicht immer unter dem Begriff „Parfüm" oder „Fragrance" gelistet werden: Sobald nämlich ein Inhaltsstoff neben dem Duftaspekt auch eine andere Funktion im Produkt erfüllt, dürfen Hersteller ihn unter einer anderen Kategorie aufführen. Das ist oft der Fall, wenn ein Produkt das Label „parfümfrei" bzw. „duftneutral" trägt. Das bedeutet dann nicht wirklich „frei von Parfüm", sondern nur, dass der allergieerregende Inhaltsstoff in dieser Zusammenstellung nicht zu den Duftstoffen zählt.

Das kann zum Beispiel bei dem Inhaltsstoff Farnesol vorkommen: Dieser ist nicht nur ein an Maiglöckchen erinnernder Duftstoff, sondern wirkt auch bakterienhemmend und ist ein Lösungsmittel. Auch Benzylalkohol — mit einem jasminähnlichen Duft — wird nicht nur wegen des Geruchs in der Kosmetik eingesetzt, sondern fungiert auch als Konservierungsmittel.

Das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) behauptet, dass jedes fünfte Produkt, das mit „duftneutral" gekennzeichnet ist, trotzdem einen Duftstoff enthält. Es ist also wichtig, das Kleingedruckte zu lesen und nicht nur nach dem Begriff „Parfüm" zu suchen.

Wie erkennt man in Kosmetikprodukten die Duftstoffe?

Grundsätzlich sind Duftstoffe auf der INCI-Liste unter einem dieser Begriffe aufgelistet: Parfum, Fragrance, Aroma oder Flavour. Die Inhaltsstoffe müssen in der Reihenfolge ihrer enthaltenen Menge aufgelistet werden. Steht „Parfüm" also weit oben, kannst Du davon ausgehen, dass eine größere Menge an Duftstoffen enthalten ist.

Es wurden 26 natürliche und synthetische Duftstoffe festgelegt, die ab einer gewissen Menge separat aufgelistet werden müssen, da sie mit höherer Wahrscheinlichkeit allergische Reaktionen auslösen können:

  • Bei sogenannten Leave-on-Produkten wie Lotion, Make-up, Cremes oder Deos liegt diese Grenze bei 0,001 %.
  • Bei Rinse-off-Produkten wie Duschgel oder Shampoos liegt die Konzentrationsgrenze bei 0,01 %.
Natürliche Duftstoffe aus Pflanzen

Hier die Liste der kennzeichnungspflichtigen Duftstoffe nach dem BVL:

Bezeichnung nach INCI Chemische Bezeichnung
AMYL CINNAMAL 2-(Phenylmethylene)Heptanal
BENZYL ALCOHOL Benzyl Alcohol
CINNAMYL ALCOHOL Cinnamyl Alcohol; 3-Phenyl-2-Propen-1-ol
CITRAL 3,7-Dimethyl-2,6-Octadienal
EUGENOL 2-Methoxy-4-(2-Propenyl)Phenol
HYDROXYCITRONELLAL 7-Hydroxycitronellal; 7-Hydroxy-3,7-Dimethyloctanol
ISOEUGENOL 2-Methoxy-4-(1-Propenyl)Phenol
AMYLCINNAMYL ALCOHOL 2-(Phenylmethylene)Heptanol
BENZYL SALICYLATE Benzyl Salicylate
CINNAMAL Cinnamaldehyde; 3-Phenyl-2-Propenal
COUMARIN 2H-1-Benzopyran-2-one
GERANIOL (2E)-3,7-Dimethyl-2,6-Octadien-1-ol
HYDROXYISOHEXYL 3-CYCLOHEXENE CARBOXALDEHYDE 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexene-1-carboxaldehyde
ANISE ALCOHOL 4-Methoxy-Benzyl Alcohol
BENZYL CINNAMATE 3-Phenyl-2-Propenoic Acid; Phenylmethyl Ester
FARNESOL 3,7,11-Trimethyl-2,6,10-Dodecatrien-1-ol
BUTYLPHENYL METHYLPROPIONAL 2-(4-tert-Butylbenzyl)Propionaldehyde
LINALOOL 3,7-Dimethyl-1,6-Octadien-3-ol
BENZYL BENZOATE Benzyl Benzoate
CITRONELLOL DL-Citronellol; 3,7-Dimethyl-6-Octen-1-ol
HEXYL CINNAMAL 2-(Phenylmethylene)Octanal
LIMONENE 1-Methyl-4-(1-Methylethenyl)Cyclohexene
METHYL 2-OCTYNOATE 2-Octynoic Acid; Methyl Ester
ALPHA-ISOMETHYL IONONE 3-Methyl-4-(2,6,6-Trimethyl-2-Cyclohexen-1-yl)-3-Buten-2-one
EVERNIA PRUNASTRI EXTRACT Oakmoss Extract (Eichenmoosextrakt)
EVERNIA FURFURACEA EXTRACT Treemoss Extract (Baummoosextrakt)
Achtung

Alle restlichen 2974 Duftstoffe von den insgesamt 3000 in der Kosmetik verwendeten dürfen — egal in welcher Konzentration — unter dem Begriff „Parfüm" zusammengefasst werden.

Natürliche vs. synthetische Duftstoffe – warum Naturkosmetik auch Gefahren birgt

Obwohl viele Naturkosmetikhersteller mit ihren hautschonenden und duftstofffreien Produkten werben, ist leider gerade diese Branche meistens nicht frei von allergieerregenden Inhaltsstoffen. Tatsächlich sind 18 der 26 kritischen Duftstoffe natürliche Bestandteile ätherischer Öle — sie können aber auch synthetisch produziert werden. Zu diesen 18 gehören zum Beispiel Coumarin, Citral, Linalool, Limonen und Eugenol.

Ätherische Öle – die Duftstoffe in der Naturkosmetik

Ätherische Öle sind in der Naturkosmetik oft nichts anderes als gelöste Duftstoffe, die in der Hautpflege eigentlich gar nicht zu suchen haben. Hier werden oft positive Wirkungen einzelner Pflanzenwirkstoffe den ätherischen Ölen zugeschrieben, ohne die negativen Punkte zu berücksichtigen. Ein gutes Beispiel ist die Kamille: Ihr wird in der Naturkosmetik eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Das stimmt aber nur für einige Bestandteile. Ein ätherisches Kamillenöl dagegen ist reizend und allergiekritisch. Extrahiert man gezielt das in der Kamille enthaltene Bisabolol — verantwortlich für die entzündungshemmende, hautberuhigende Wirkung — klingt das zwar weniger „natürlich", ist aber viel besser für die Haut.

Generell sind die problematischsten ätherischen Öle jene aus Zitrusfrüchten wie Zitronen, Limetten, Mandarinen, Orangen und Grapefruit. Aber auch Teebaumöl wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gefährlich eingestuft, da es Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen kann. Nur weil etwas vermeintlich „natürlich" ist, ist das noch lange nicht gut für die Haut.

So gehst Du auf Nummer sicher

Wer sicher gehen möchte, dass Produkte weder natürliche noch synthetische Duftstoffe enthalten, kann den Produkthersteller kontaktieren oder sich am DAAB-Label (Deutscher Allergie- und Asthmabund) orientieren. Die von ihnen ausgezeichneten Produkte sind frei von jeglichen Duftstoffen, ätherischen Ölen und stark reizenden Stoffen.

Wie man sieht, ist die Natur und ihre Erzeugnisse nicht immer risikolos. Nur weil ein Produkt Naturkosmetik ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es qualitativ hochwertig und reizarm ist.

Wie sich eine Allergie auf Duftstoffe bemerkbar macht

Allergische Reaktion auf Duftstoffe

Eine allergische Reaktion ist ähnlich wie eine Immunabwehr — jedoch stuft der Körper dabei eigentlich harmlose Stoffe als gefährlich ein und aktiviert die Abwehrkräfte.

Bei einer Duftstoffallergie handelt es sich um eine Kontaktallergie (Allergie-Typ IV, auch „Spättyp" genannt). Die Beschwerden kommen erst nach Stunden oder sogar Tagen nach dem Kontakt mit dem Allergen zum Vorschein. Dabei aktivieren T-Lymphozyten die Immunreaktion, sobald sie das Allergen erkennen.

Allergische Reaktionen können ganz unterschiedliche Auswirkungen haben: von leichten Rötungen bis zu Unreinheiten und Schwellungen. Weitere Kennzeichen können Ausschläge, Juckreiz, Schuppungen oder sogar Pigmentstörungen sein — Duftstoffe können eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut hervorrufen, wodurch sie anfälliger für Hyperpigmentierung wird.

Alltäglicher Umgang mit Duftstoffen

Das Problematische an Kontaktallergien ist, dass sie nicht heilbar sind. Betroffene sind in ihrem normalen Alltag ein Leben lang sehr stark eingeschränkt — bei jedem Kauf müssen sie auf der INCI-Liste nach dem Allergen Ausschau halten und dieses kontinuierlich meiden.

Sich über seine Produkte zu informieren — vor allem über die, die man ans Gesicht lässt — ist ausschlaggebend dafür, solche Allergien langfristig zu vermeiden. Natürlich ist nicht jeder gleich sensibel: Manche reagieren sehr stark auf minimale Konzentrationen, andere vertragen Duftstoffe ohne Probleme.

Am besten ist es, so neutrale Produkte wie möglich zu verwenden — und beim Kauf weniger nach dem Geruch eines Pflegeartikels zu gehen, sondern mehr nach den enthaltenen Inhaltsstoffen und der nachgewiesenen Qualität.

Unsere Philosophie

Für uns bei FACES OF FEY ist Qualität und Transparenz der Grundbaustein bei der Entwicklung unserer Produkte. Wir möchten Kosmetik kreieren, die hautschonend und hochwertig ist. Deshalb verzichten wir komplett — das heißt zu 100 Prozent — auf Duftstoffe. Wir stellen damit als eine der wenigen Kosmetikmarken Hautpflege ohne Duftstoffe her, weshalb unsere Produkte besonders für Menschen mit empfindlicher Haut oder Hautkrankheiten geeignet sind. Eine genaue Auflistung all unserer verwendeten Inhaltsstoffe findest Du hier.

Häufige Fragen