Alleine sein ist manchmal unglaublich wichtig — um kurz durchzuatmen, dem Körper eine Auszeit zu gönnen und dem Kopf eine Chance zu geben, das Kuddelmuddel aus kleinen alltäglichen Stressfaktoren und Glücksmomenten wieder zu sortieren. Trotzdem kommt die Zeit für sich selbst viel zu leicht und viel zu oft zu kurz. Deshalb findest Du hier 10 Self-Care-Tipps, allesamt unter dem Motto: Me, Myself and I.
1. Start your day right
Für einen besseren Start in den Tag lohnt es sich, nach dem Aufstehen das Bett zu machen. Nicht nur freut man sich am Abend auf ein sauberes und gelüftetes Bett — man hat auch in den ersten 5 Minuten nach dem Aufstehen bereits eine erste Aufgabe erledigt. „Bett machen" wirkt für viele wie ein kleines unnötiges Detail, doch bei größeren Aufgaben sind genau diese Details von großer Bedeutung.
Öffne währenddessen die Fenster. So entfernst Du nicht nur den Schlafgeruch aus Deinen Laken, sondern gibst Dir selbst einen kleinen, frischen Energie-Boost.
2. Raus mit Dir
Bewegung gehört zu einem gesunden Geist und Körper — dafür braucht es keine volle Stunde auf dem Laufband. Schon eine kurze Stretching-Einheit nach dem Aufwachen oder vor dem Schlafengehen hilft Dir, Dich für den kommenden Tag vorzubereiten bzw. den verstrichenen Tag mental zu beenden.
Alternativ: einfach Schuhe anziehen und einen kurzen Abendspaziergang machen. Mit einer entspannten Playlist — oder auch ganz ohne Musik — lässt sich der stressige Alltag schnell vergessen. Nicht nur die Bewegung selbst bringt Ruhe: leere Straßen oder ein weites Feld lassen einen weniger gelungenen Tag schon sehr viel weniger schlimm wirken. Außerdem hilft ein Spaziergang nachweislich beim Einschlafen und sorgt für eine erholsamere Nacht.
3. One apple a day keeps the doctor away
Auch wenn jeder diesen Spruch kennt, wird er oft nicht wirklich ernstgenommen — dabei steckt viel Wahrheit dahinter. Versuche daher, mindestens ein Stück Obst täglich in Dein Frühstück einzuplanen. So ist Dein Vitaminbedarf für den Tag gedeckt. Noch besser: saisonales Obst kaufen. So tust Du etwas Gutes für die Umwelt und versorgst Deinen Körper mit jahreszeitabhängigen Vitaminen — im Winter zum Beispiel mit Vitamin C aus Orangen und Mandarinen.
4. Finde eine einfache Routine
Ein spontanes und flexibles Mindset führt zu vielen neuen Dingen — trotzdem ist eine gewisse Routine wichtig. Damit ist kein durchgetakteter Morgen- oder Abendablauf gemeint. Vielmehr soll Dir eine solche Routine einen festen Zeitpunkt am Tag geben, an dem Du Dich bewusst um Dich kümmern kannst. Ein Beispiel: die Hautpflege am Abend.
Wende Deine Pflegeprodukte ganz bewusst an und nimm Dir die Zeit für Deine Haut. Das Ergebnis wird ein ganz anderes sein — und außerdem bietet Dir eine Abendroutine die Möglichkeit zu reflektieren, was Du an dem Tag geschafft hast.
5. Such Dir ein Projekt
Wenn man anfällig für Stress im Alltag ist und jede kleinste Entscheidung überdenkt, sind kleine Ablenkungen der Schlüssel für einen besseren Umgang mit solchen Situationen. Such Dir also kleine Projekte. Sei es eine handwerkliche Veränderung in Deiner Wohnung, ein Puzzle oder das Erlernen eines neuen Rezepts — es wird Dir den Stress rauben. Ein positiver Nebeneffekt ist dann das Endprodukt Deines Projekts.
6. Lerne Nein zu sagen und priorisiere Me-Time
Me-Time priorisieren ist das Fundament für jeden einzelnen dieser Self-Care-Tipps. Was nützt es, Momente für sich selbst zu planen und mit Ideen zu füllen, wenn diese letztlich nie zustande kommen?
Genauso wie Quality-Time mit Freunden muss auch Zeit nur mit sich selbst sowohl eingeplant als auch verteidigt werden. Dazu gehört Nein-sagen. Ursache Nummer eins für zu wenig Me-Time: man verbucht diese Zeit mental als „Freizeit" — also als Zeit, in der man „nichts" vorhat. Diese wird dann spontan durch Arbeit, Haushalt, Freunde, Familie ersetzt. Sei einfach mal Deine eigene beste Freundin.
Denn wer darauf wartet, dass Me-Time sich irgendwann von selbst ergibt, der muss wahrscheinlich lange warten. Warum also nicht einfach mal sagen: „Tut mir leid, da habe ich schon was mit MIR ausgemacht."
7. Versuch es mal ohne Handy
Damit Me-Time auch zu Quality-Time werden kann, ist es wichtig, Ruhe zu finden, kleine Ablenkungen zu eliminieren und sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Die einfachste Methode: Handy weg — beziehungsweise Flugmodus an und das Gerät am besten in ein anderes Zimmer verbannen. Du wirst sehen: Dein Kopf fühlt sich schon gleich viel freier an, und es ist Platz für Entspannung und Kreativität.
8. In die Kuschelsocken, fertig, los!
Kerzen, Tee und ein gutes Buch — das Paradebeispiel für Entspannung. An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen: Entspannung wird von jedem Menschen anders wahrgenommen. Ein Buch wird für Menschen, die ungern lesen, kein passendes Instrument sein. Für andere ist es Musik, ein Podcast oder ein Film, den man schon öfter gesehen hat als es irgendjemand als normal empfinden würde. Trotzdem haben wir alle diesen einen Film, von dem wir wissen, dass wir uns danach gut fühlen.
Es geht also viel weniger um das Mittel zur Entspannung. Es geht darum, einen Moment zu erzeugen — mit dem richtigen Licht, dem richtigen Duft und der richtigen Ruhe. Einen Moment voll Wohlfühlen und Wärme.
9. Versuch es mal mit Massage
Self-Care umfasst sowohl das psychische als auch das physische Wohl — beides ist eng miteinander verknüpft. Es fällt schwer, sich mental tief zu entspannen, wenn die Muskeln noch verspannt sind. Eine vollständige Körpermassage ist im Solo-Me-Time-Abend schwer umsetzbar, aber Gesichtsmassagen sind eine hervorragende Alternative. Diese können nicht nur die Gesichtsmuskulatur lockern, sondern sorgen Studien zufolge auch dafür, die Abwehrkräfte zu stärken und die Konzentration von Stresshormonen im Körper zu verringern.
Durch wenige Handgriffe kann außerdem die örtliche Durchblutung gefördert und Schmerzen gelindert werden. Kosmetische Lymphdrainage — eine besonders sanfte Form der Gesichtsmassage — kann außerdem Flüssigkeitsanlagerungen, Schwellungen, Pickel und Hautunreinheiten entgegenwirken. Dazu eignet sich die Verwendung eines Beauty-Rollers aus Edelsteinen. Einen besonders entspannenden Effekt erzielst Du übrigens, wenn Du den Roller vor der Verwendung erwärmst oder eine Weile im Gefrierschrank aufbewahrst.
10. Happy Thoughts
Optimismus und ein positives Mindset nehmen einen starken Einfluss auf die Stimmung und das persönliche Wohlbefinden. Self-Care beginnt also durchaus auch im Denken. Nimm Dir Zeit für Reflexion. Um Optimismus zu trainieren, hilft es, jeden Abend — oder auch nur ab und zu — drei kleine besondere Glücksmomente schriftlich festzuhalten. Dadurch schenkst Du diesen mehr Aufmerksamkeit und nach einer Weile wirst Du bemerken, dass Dir umso mehr kleine glückliche Momente begegnen, desto stärker Du auf sie achtest. Einen tollen Ort für Deine Happy Thoughts findest Du mit diesem 6-Minuten Tagebuch.
Zeit nur für sich zu nehmen ist nicht nur eine Möglichkeit, den hektischen Alltag abzubremsen — es ist eine Voraussetzung für ein ausgeglicheneres Ich. Das wird sich nicht nur im sozialen Umgang widerspiegeln, sondern auch in gesteigerter Produktivität und mehr Energie im Alltag. Betrachte Self-Care also als elementaren Bestandteil Deines Tages und nicht als kleinen Luxuszusatz.
